The Voice of IoT. November 2020

Temporäre Maßnahmen gegen die Klimakrise haben wir mit innovativen IoT-Lösungen umgesetzt

Welche Rolle IoT-Technologie im Kampf gegen die Klimakrise übernehmen kann, stellen die kommenden Zeilen näher dar. Die PopUp Maßnahme „Coole Straßen“ der Stadt Wien schaffte im vergangenen Sommer Bewusstsein für die Auswirkungen der immer schneller stattfindenden Änderung des globalen Klimas auf das Stadtleben und gleichzeitig Abkühlung an heißen Tagen.
Michael Schuff. IoT Engineer. KELAG Energie & Wärme GmbH. Wien
Michael Schuff
Die fortschreitende Klimakrise macht selbst vor der - laut Mercer-Studie - lebenswertesten Stadt der Welt nicht halt. Hitzewellen und andere Wetterextreme werden auch in Wien immer häufiger. Die Stadt begegnet diesem Problem mit verschiedensten Lösungsansätzen. Neben klimaangepasster Stadtplanung, Hitzekarten und der gleichen wurde im vergangenen Sommer auch das Projekt „Coole Straßen“ umgesetzt. Insgesamt wurden 18 Standorte für 3 Monate zu einem speziellen Freiraum umgestaltet, an welchem die Wienerinnen und Wiener Abkühlung finden konnten. Dazu wurden sogenannte Nebelstelen verbaut, welche an heißen Tagen die unmittelbare Umgebung durch das Versprühen von Wassernebel abkühlten. Die Aufgaben des Projekts waren prädestiniert für den Einsatz von IoT Technologie: Die Erfassung der lokalen Temperaturen und das automatisierte Steuern der Nebelstelen.
Gemeinsam mit unseren Projektpartner konnten wir die Vorzüge der LPWAN Technologie durch den konsequenten Einsatz der kelmin LoRaWAN Infrastruktur nutzen, um dieses Projekt umzusetzen. Trotz der massiven Bauweise der Nebelstelen konnten Funkverbindungen zu den einzelnen Devices aufgebaut und zuverlässig gesteuert werden. Dies gänzlich ohne externe Spannungsversorgung und somit mobil und flexibel einsetzbar. Der Einsatz dieser IoT Technologie ist perfekt für temporäre PopUp Maßnahmen geeignet, da diese von dem auf ein Minimum reduzierten Installationsaufwand profitieren.
Der große Erfolg der „Coolen Straßen“ fand noch im Sommer interessierten Anklang in anderen Abteilungen der Wiener Stadtverwaltung. Die städtischen Gärten konnten noch im Juli auf LoRaWAN basierende Sprühnebelduschen in vielen Wiener Parks in Betrieb nehmen. Für den kommenden Sommer sind bereits weitere Standorte geplant.
Abschließen soll dieser Text mit einem Appel, welcher sich fast wie von selbst aus der Erfahrung der vergangenen Projekte formt. Um die Worte von Christoph Zurflüh (Voice of IoT, August 2020) zu wiederholen: Die größte Herausforderung liegt im Umsetzen, im „auf den Boden bringen“. Das Doing ist wahrlich die Königsdisziplin in dieser Phase der IoT Branche. Jedes „First“ ist am schwersten umzusetzen. Umso wichtiger sind deshalb kompetente Partner, eigene Erfahrungswerte und das vehemente Vorantreiben IoT basierter Lösungen.
Bild: Mobilitätsagentur Wien/Christian Fürthner

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