The Voice of IoT. September 2020

Der industrielle Anlagenbau wird durch das Industrial Internet of Things (IoT) revolutioniert.

Kommunikationsfähige Maschinen werden der mit Abstand häufigste Einsatz von IoT sein. In Kombination mit den neuen 5G-Mobilfunknetze wird es neue Lösungen und Möglichkeiten geben, welche einen nachhaltigen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der verarbeitenden Industrie in der Schweiz haben wird.
Jost Ettlin. Präsident e.Luterbach AG. Schwyz

Ausgangslage

Komplexe Beschichtungsstrassen werden durch hunderte von Sensoren und Geräten überwacht und gesteuert. Die e. Luterbach AG ist diesbezüglich der führende Anlagenbauer für Pulverbeschichtungs- und Nasslackieranlagen. Als Generalunternehmer übernimmt die e. Luterbach AG die Gesamtverantwortung vom Engineering bis zur Integration in bestehende Wertschöpfungsketten. Mehrere Nominationen und gewonnene Awards in der Schweiz und im Ausland zeigen den hohen Innovationsgrad der Firma.

Zukünftige technische Möglichkeiten

Mit dem Einsatz des 5G-Netzes und intelligenten Geräten wird die Umsetzung der vernetzten Produktion beschleunigt. Menschen, Maschinen, Sensoren, Geräte und IT-Systeme werden drahtlos und in Echtzeit miteinander kommunizieren. 5G-Netze werden es erlauben innerhalb von Tausendstelsekunden Daten weiterzugeben und so genauer zu arbeiten, auf Hindernisse zu reagieren oder in Echtzeit die Positionen zu orten. So wird die Datenübertragungsraten gegenüber 4G+ verdoppelt.

Einsatz der IoT in der Lackierindustrie

Die 5G-Technologie eignet sich besonders gut für den Einsatz in vernetzten, adaptiven Produktionsanlagen mit umfangreicher Mess- und Regelungstechnik. Dies führt dazu, dass die Fertigungsprozesse noch stärker digitalisiert (IoT) und damit stärker automatisiert werden. Somit kommt der IoT eine herausragende Bedeutung zu. Aber nicht nur dies: die Installation von Beschichtungsanlagen wird massiv vereinfacht, da die mühsame Verkabelung der Vielzahl von Sensoren und Geräten für die Datenübertragung und Steuerung entfällt. Dies senkt die Kosten und ermöglicht es gleichzeitig auch später sehr flexible Anpassungen bei veränderten Konfigurationen. Die Prozesse werden noch schneller, genauer und flexibler. Hochpräzise Just-in-Time Verfahren werden damit ermöglicht. Die vorausschauende Wartung und Instandhaltung (Predictive Maintenance) wird an Bedeutung gewinnen. Der Kunde hat damit eine grössere Verfügbarkeit der Anlagen und tiefere Betriebskosten. Seine Mitarbeiter können sich noch stärker auf die Kernprozesse fokussieren, während der Anlagenbauer die Fernbetreuung und Fernanalyse der Anlage übernimmt. Dies führt zu störungssicherer und überwachter Kommunikation. Schlussendlich führt dies alles zu hochautomatisierten Prozessen in den Werkhallen. Da der Wettbewerb im Maschinen- und Anlagenbau heute sehr intensiv ist und immer neue Anbieter in der Lage sind anspruchsvolle technische Anlagen zu bauen, wird der Einsatz von intelligenten Systemen (IoT) und 5G zu einem absoluten Standortvorteil. Und diesbezüglich hat die Schweiz, mit ihrem grossen Know-how und den hervorragenden technischen Hochschulen, eine enorm grosse Chance sich als Standort für hochautomatisierte Prozesse zu positionieren.

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